


Sonntag, den 06. November 2011 um 19:52 Uhr
Vor dem Spiel hatte man sich viel vorgenommen, würde man heute gewinnen, wäre die Tabellenspitze wieder ganz ganz nah. Die Motivation war hoch- mit breiter Brust wollte man auf dem Ossendorfer Platz schnell das Spiel unter die eigene Kontrolle bringen, doch es kam anders. Ossendorf begann sofort nach dem Anstoß mit viel Druck, ließ den Ball schnell in den eigenen Reihen wandern und riss durch starke Diagonalbälle immer wieder große Löcher in den Defensivverband unseres FC. Libero Christian Weskamp hatte ohne seinen zweikampfstarken Bruder große Mühe die Abwehrreihen zu organisieren. Gerade in den ersten zwanzig Minuten ließ die Zwote alles vermissen, was man sich vorgenommen hatte. Es schien als würde Ossendorf jeden Zweikampf gewinnen, jeden Ball erobern und jedesmal immer etwas näher am Ball. Dann nach zwanzig Minuten wieder einer dieser langen Bälle, Toptorjäger Marcel Blömeke nahm den starken Pass perfekt an und ließ zwei Abwehrspieler stehen, ehe er Daniel Frick im Tor keine Chance ließ und den Ball zum 1:0 einschob. Was nun? Alles was man sich vorgenommen hatte zu nichte gemacht? Die Tabellenführung in weite Ferne gerückt? Von wegen! Es waren wohl genau die zwanizig Minuten, die man brauchte um sich an den Platz zu gewöhnen, der zwar besser zu bespielen war, als die Skibahn aus Wethen, trotzdem "war es nicht einfach. Überall sind kleine Wellen im Boden, die den Ball unberechenbar machen" (Daniel Frick). Und das nutze Ossendorf auch weiterhin, aber diesmal setzte unsere Zwote dagegen, verschob das Spielgeschehen weiter ins Mittelfeld und nahm deutlich mehr am Spiel teil als noch zuvor. Der Siegeswille war wieder da und wenn das nicht mit Technik und schnellem Flügelspiel zu machen war, dann eben über den Kampf- und der folgte, das versichere ich Ihnen!
Nach 30 Minuten. Eine Ecke für Ossendorf. Daniel Osburg köpft den Ball raus, der nun so schnell über Jan Hasenberg, Michael Böhler, erneut Daniel Osburg zu Tobias Reitemeyer kommt, der zurück legt auf Jan Hasenberg und von dort auf den freistehenden Tobias Mikus, der die Wahl hat selbst drauf zu halten, oder wieder zu Tobias Reitemeyer zu legen. Er entschied sich für Letzteres. Reitmeyer erläuft den Ball, trifft ihn dann zwar gut, aber eben nicht perfekt, sodass der Ball am Pfosten vorbei schießt. Das war mehr als ein Lebenszeichen des FC!
In der Folgezeit wurde das Spiel immer schneller. Auf beiden Seiten treten Spieler als letzter Mann über den Ball, die Chancen blieben aber ungenutzt. Ein reines Rauf und Runter. Auch Topstürmer Blömeke hatte die Abwehr nun besser im Griff, zu berechenbar waren seine Schüsse geworden, die immer nur mit dem linken Fuß geschossen wurden.Bis zur Halbzeit sollte auf beiden Seiten noch die ein oder andere Chance erspielt werden, ein Tor fiel aber nichtmehr- dennoch der FC war heute nicht chancenlos.
Nach der Halbzeit ein ganz anderes Spiel. Kurios: Als am ersten Spieltag der Pfiff zur zweiten Halbzeit ertönte, übernahm Ossendorf das Spiel, als zuvor der FC stark aufspielte- heute war es anders herum. Das Mittelfeld stand nun besser, bewegte sich besser, gewann mehr Zweikämpfe und schaffte es immer öfter gefährlich vor das Tor des SV Ossendorf- nur das nötige Glück fehlte bisher noch. Ossendorf blieb in der Folge nur über Konter gefährlich, denn das Spiel machte ausnahmslos der FC. Michael Böhler gewann wichtige Zweikämpfe, während Jan Hasenberg und Daniel Osburg viele gefährliche Bälle spielten, die oft vom erneut starken Tobias Mikus, der gut in die Mitte legte, erlaufen wurden oder direkt von Tobias Reitemeyer dem Torwart des SVO um die Ohren geschossen wurden- leider immer glücklos- gute Reflexe oder ein heranstürmender Abwehrspieler verhinderten den längst verdienten Ausgleich. Aber der FC blieb mit scheinbar unbrechbarem Siegeswillen dran, wollte zumindest den Ausgleich.
Komischerweise wurden die Spieler aus Ossendorf immer hitziger und begingen, trotz Führung, viele unnötige Fouls, die zwar den Spielfluss des FC störten, seinen Siegeswillen aber nur unterstützten!
Nachdem in der 65. Minute Frederic Küting den viel defensiveren Carsten Hesse ersetzte, kam in der in der 80. Minute mit Christian Hake (für Tobias Tegethoff) ein erfahrener Mann für die Abwehr. Die hauseigene Viererkette wurde umgebaut. Sören Vogt rückte neben Capitain Michael Böhler auf die Sechs, Jan Hasenberg spiele offensiver und Christian Hake verhinderte nun gemeinsam mit Christian Weskamp und Markus Hegerkamp, dass der SVO zu einem weiteren Tor kam.
Diese Umstellung zahlte sich aus! "Besser spät als nie", ist wohl das passende Sprichwort. Aber im einzelnen: Unsere Zwote greift über die linke Seite an, die Flanke wird zwar abgewehrt, fällt dann aber Michael Böhler vor die Füße, der auf die Rechte Seite spielt, wo Sören Vogt eine erneute Flanke in die Mitte gibt, die ebenfalls nur halbherzig geklärt werden kann, wieder zu Michael Böhler kommt, der dann zu Daniel Osburg weiterleitet. Dieser wird dann von gleich drei Gegenspieler attakiert. Einer von ihnen, spielt einen Rückpass auf seinen Torwart und nun erinnern Sie sich mal an das Saisonfinale 2000/2001.
Der Ossendorfer Torwart nimmt den Ball auf- in der 4 Minute der Nachspielzeit. Sofort ertönt der Pfiff des starken Schiedsrichters. Mit Daniel Osburg und Tobias Reitemeyer stehen 9 Meter vorm Tor zwei exzelennte Freistößschützen bereit, Jan Hasenberg,Sören Vogt, und Christian Weskamp im Strafraum. Der Ball wird freigegeben und sofort ertönt die Pfeife des Unparteiischen wieder. Was war passiert? Ich beschreibe es Ihnen mit den Worten von Christian Weskamp nach dem Spiel: "Ich hab mich vor den Torwart gestellt, der Schiri war 3 Meter neben mir. Und der schubbst mich weg. Als ich mich wieder vor ihn stelle, pfeift der Schiri den Freistoß an und der Keeper schubbst mich wieder- das ist nunmal Elfmeter!" Und den gabs dann auch.
Und die Verantwortung übernimmt der Trainer selbst. Jan Hasenberg ließ sich nicht von den Pfiffen und Kommentaren der schlechten "Verlierer" aus Ossendorf irritieren und versenkte die Kugel unhaltbar im rechten Torwarteck. Endlich das verdiente 1:1!!!!
Kurz darauf war Schluss. Aber damit nicht genug, Betreuer und Fans aus Ossendorf konnten es woh nicht Fassen und griffen mit wilden Sprüchen den Schiedsrichter an, der sich aber nicht einschüchtern ließ, seiner starken Leitung im Spiel gerecht wurde und sich die Namen der enttäuschten Fans notierte.
Was die Situation der Tabelle betrifft war das Unentschieden auf den ersten Blick ein Rückschritt, rutsche man doch vom Zweiten auf den Dritten Tabellenplatz ab, aber in der nächsten Woche stehlen sich Scherfede/Rimbeck und Ossendorf gegenseitig die Punkte, was bei einem Sieg der Zwoten gegen den FC PEL II bedeutet, dass Tabellenplatz Zwei und eine gute Chance auf den Platz an der Sonne winken!
Alles in allem, war auf Grund der starken Halbzeit 2 das Unentschieden gerechtfertig! Danke an die mitgereisten Fans und die lautstarke positive Motivation- das gibt es nicht in vielen Vereinen!
Für unsere Zwote kämpften heute: Frick - Tegethoff (80. Hake),Vogt, Weskamp, Hegerkamp -Böhler, Hasenberg - Mikus, Osburg, Hesse (65. Küting) - Reitemeyer


