


Sonntag, den 30. Oktober 2011 um 19:58 Uhr
Nach nunmehr drei Siegen gegen Calenberg, Scherfede/Rimbeck und Willebadessen, war unsere Zwote auch diese Woche wieder erfolgreich. Auf einem Rasen, der den Namen "Fußballplatz" nicht verdient hat, gewann man durch Tore von Geburtstagskind Tobias Reitemeyer und Sebastian Böhler, bei zwei Gegentoren, mit 3:2 gegen TuS Wrexen II.
Den Platz in Wethen hatten unsere Spieler noch genauso im Kopf, wie sie ihn vorgefunden haben: kurz, matschig und würde man dünne Fähnchen darauf abstellen, würden sich nächstes Jahr die Abfahrer des Ski Alpin darauf wiederfinden- kurzum: eine Katastrophe!
Vor dem Spiel einigte sich Trainer und Spieler darauf zu erst von der höheren Seite des Platzen zu agieren, um mit Schwung gegen das Tor der Wrexener zu Spielen. Den Anstoß an Wrexen abgegeben, um die Seiten zu wechseln, begann Wrexen nach dem Spielstart den Ball in den eigenen Reihen zu halten und sich durch einfache Pässe durch die eigenen Reihen die nötige Sicherheit zu beschaffen. Nach vorn schafften sie aber nichts- Zu nah am Mann stand der Defensivverband (in der Volker Weskamp ersetzt werden musste) um Abwehrchef Christian Weskamp. Außer lange Bälle auf die viel rotierenden Stürmer, gab es wenig Gefahr für den FC.
Nach gut zehn Minuten fand auch unsere Offensivabteilung deutlich besser ins Spiel. Jan Hasenberg erkämpfte gemeinsam mit Michael Böhler auf der Sechs den Ball und spielte sich gemeinsam mit Sebastian Böhler über die linke Seite bis zum Strafraum der Wrexener. Dort angekommen wurde er klar vom wrexener Verteidiger von den Beinen geholt- den fälligen Strafstoß verweigerte der schwache Schiedsrichter. Nach dem Spiel auf die Szene angesprochen antwortet dieser auf die Frage, warum er im die Hand gehoben habe und damit Vorteil angezeigt hatte, dass "dies nicht bedeutete, er habe auf Vorteil entschieden, sondern nur dadurch angedeutet, dass er das Foul erkannt habe, es aber anders interpretiert hat". Diese schwammige Aussage ist bezeichnend für die heute Darbietung des "Unparteiischen", der immer wieder strittige Situation falsch beurteilte und somit nur mehr Brisanz in das Spiel brachte, anstatt es zu beruhigen.
Nun jedoch weiter im Spielkontext: Trotz dem nicht gegebenen Elfmeter war nun der Knoten geplatzt- vorerst. Nachdem man nach ca. 20 Minuten Wrexen im Mittelfeld immer mehr Raum überließ und sich somit selbst Raum zum Kontern beschaffte, schaffte es einer der langen Bälle nicht über die Innenverteidiger hinaus, wo er über die rechte Seite über Zehner Daniel Osburg, von da aus weiter, steil, auf Tobias Reitemeyer gespielt wurde, dieser Abwehrspieler und Torwart um kurvte und den Ball dann einschob.
Von nun an sollte es eigentlich einfacher werden, dennoch passierte kurze Zeit, außer Mittelfeldgeplänkel nicht viel, doch dann folgendes: Ein erneut schwacher langer Ball, der eigentlich ins Aus gerollt wäre. Christian Weskamp hat jedoch genug Zeit den Ball anzunehmen, doch der Ball beginnt plötzlich an zu flackern und wird unkontrollierbar, sodass er von der Brust den Abwehrspielers nach vorne abprallte. Von nun an tat der schlechte Platz sein übriges. Kurios, wie es zum Gegentor kam. Nach dem Abpraller kann Michael Böhler einfach an den Ball kommen, der Ball tickt aber unvorhersehbar auf, sodass der Ball über die Fußspitze Böhlers zum wrexener Stürmer kommt, der im freien Raum steht- die Abwehrspieler dahinter rutschen in der Matsche weg und Torhüter Daniel Frick hat keine Chance als, der Ball- schlecht getroffen- in eine Kuhle vor seinem Tor springt und von da unhaltbar an den Innenpfosten uns ins Tor- 1:1 nach gut 25 Minuten.
Doch die Zwote steckte nicht auf und kam im Folgenden zu ihrer besten Phase. Nach Einwurf vom Verteidiger über alle Gegenspieler, kann Tobias Mikus samt Ball die Linie runter gehen. Nach Kombination im Mittelfeld, an der nahezu alle Mittelfeld Akteure beteiligt waren, kommt der Ball auf die linke Außenbahn, wo er scharf in die Mitte gespielt wird und von Tobias Reitemeyer mit viel Risiko unter die Latte und ins Tor- eine ganz starke Szene nach gut 30 Minuten. Wrexen schien kurzzeitig geschockt, sodass der FC weiter Dampf machen konnte. Nach viel Ballbesitz im Mittelfeld spielt Daniel Osburg den Ball erneut zu Tobias Reitemeyer, der an seinen Gegenspielern vorbeiläuft und in die Mitte zu Sebastian Böhler, der ganz locker zum 3:1 noch vor der Pause einschieben kann- ganz wichtig, denn im zweiten Abschnitt würde es Bergaufwärts gehen.
Nach der Pause, zeigte sich genau das, was erwartet wurde. Wrexen drückte auf den Ausgleich. Mit viel Schwung drückte man aufs Tor des FC II, doch zunächst schaffte es das viele Rotieren der wrexener Stürmer nicht, eine Lücke in die Abwehrreihe zu brechen. Zu gut schafften es Innenverteidger Sören Vogt und "Vize" Weskamp die Stürmer zu stellen und zu übergeben. Zu erwähnen ist hier auch der erneut starke Auftritt der Außenverteidiger Tobias Tegethoff und Markus Hegerkamp. Trotzdem konnte ein langer Ball nur zur Ecke geklärt werden. Nachdem der Ball dann nicht weit genug raus gespielt wird kam ebenjener direkt zurück. Die ungeordnete Situation im Strafraum nutze ein Wrexener zum zu frühen 3:2 nach ca. 55 Minuten.
Von jetzt an drückte Wrexen stark auf den Ausgleich, brach aber nie durch und kam trotz Feldüberlegenheit zu keinen weiteren Torchancen. Im Gegenteil, die Zwote schaffte es durch Konter immer und immer wieder gefährlich zu werden- leider wurde dabei viel zuviele Torchancen liegen gelassen, die das Spiel entschieden hätten- teilweise aus Pech, teilweise, weil der Torhüter aus Wrexen einen glänzenden Tag erlebte, oft aber vor allem aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse.
Dann nach 65 Minuten: Jan Hasenberg wird zum vierten Mal (!) im Strafraum gelegt und endlich zeigt der Schiedsrichter auf den Punkt. Christian Weskamp tritt an und wieder hält der starke Torhüter- irgendwie passend zum Spiel des FC in der zweiten Halbzeit, in der Weskamp aber auf jeden Fall einer der besten war.
Viel passierte aber nicht mehr, viel Mittelfeldgeplänkel, doch weder die Konter des FC, die nun teilweise kläglich vergeben wurden, noch der Spielaufbau der Wrexener, waren gut genug, um dem Spiel noch ein Tor zu schenken. Einzig eine brisante Situation: den Ball in der Hintermannschaft abgefangen, versucht Innenverteidiger Sören Vogt den Ball nach vorne zu treiben, bleibt jedoch hängen und sieht sehr unglücklich dabei aus, wie er seinen Gegenspieler danach die Beine wegzieht- nach einer gelben Karte nun der zweite Karton und das Spiel ist für ihn in der 85. Minute bereits gelaufen. Nach dem unnötigen Foul schafft es unsere Zwote aber das Spiel über die Zeit zu bringen.
Alles in allem, war es nicht die beste Leistung des FC, aber dennoch sind die wichtigen drei Punkte eingefahren. In einem Spiel, in dem sich ausnahmslos alle Akteure, samt Schiedsrichter den schlechten Voraussetzungen durch den sog. "Fußballplatz" anpassten, war der FC durch seinen verbissen Siegeswillen zu recht gewonnen und Tabellen Platz 2 verteidigt, sodass nächste Woche im Auswärtsspiel gegen Ossendorf, wieder der erste Tabellenplatz in Aussicht steht!
Für den FC II spielten heute: Frick - Tegethoff, Vogt, Chr. Weskamp, Hegerkamp - Hasenberg, M. Böhler - Mikus (Küting), Osburg, S. Böhler (46. Hesse) - Reitemeyer


